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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-04-01 - 2021-03-31

Derzeit gehen große Mengen an Nährstoffen in gelöster Form als Ammonium und Phosphat über das Abwassersystem verloren, obwohl die Primärproduktion von NH3 äußerst energieaufwendig ist und die Rohstoffversorgung bei Phosphor als kritisch angesehen wird. Im Projekt „ReNOx 2.0“ wird ein innovativer Prozess zur simultanen, energie- und kostenschonenden Rückgewinnung von Stickstoff und Phosphor aus biogenen Roh- und Abwässern entwickelt, mit dem die Herstellung von industriell verwertbaren, biobasierten Produkten (Düngerrohstoffe, Entstickungsmittel) möglich ist. Dafür wird ein zeolithbasiertes, hybrides Verfahren („Ionentauscher-Loop-Stripping“; kurz „ILS“) genutzt, welches im Vorgängerprojekt „ReNOx“ entwickelt und bereits erfolgreich an kommunalen Kläranlagen zur Stickstoffrückgewinnung (ausschließlich NH4+) aus Trübwasser eingesetzt wurde. In „ReNOx 2.0“ wird dieses Verfahren zur gleichzeitigen Phosphorrückgewinnung weiterentwickelt („ILSplus“) und zusätzlich auf neue Anwendungsfelder ausgeweitet (Gärreste, Gülle, Deponiesickerwasser, industrielle Abwässer). Nach Abschluss des Projektes sollen die Grundlagen für eine zukünftige Vermarktung von kompakten Nachrüstanlagen zur wirtschaftlichen Rückgewinnung und industriellen Verwertung von überschüssigem NH4+ und (PO4)3- aus bisher nicht genutzten Quellen vorhanden sein.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-01-01 - 2019-12-31

In einer Kreislaufwirtschaft, in der ausrangierte Materialien auf ressourceneffiziente Weise recycelt werden, ist auch eine erfolgreiche Verlagerung des Recycling von Textilabfällen von der Verbrennung zu hochwertigen recycelten Textilfasern erforderlich. Es wurde festgestellt, dass Mischungen mit Elastan (starke Zunahme auf dem Markt, üblich in Stretch-Jeans und Leggings) und Nylon sehr problematische Komponenten in Recycling-Prozessen sind. Hier werden wir eine neuartige biobasierte Enzym-Engineering-Strategie in Verbindung mit thermo-mechanischen Verfahren zur selektiven Trennung dieser Mischungen verfolgen. Dieser Ansatz wird in Fallstudien mit ausgewählten Produkten angewendet, die für die Industriepartner von großer Bedeutung sind, und der Prozess wird durch Nachhaltigkeits- und Kostenbewertungen unterstützt, um die ökologische und wirtschaftliche Relevanz des Recycling-Systems sicherzustellen. Das ehrgeizige Ziel des Projekts ist die Beschleunigung der Verlagerung der schwedischen Textilindustrie hin zu einer Kreislaufwirtschaft.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-08-01 - 2019-04-30

Nanopestizide sind primär Nanocarrier/Wirkstoff Komplexe, deren Verhalten weder vollständig dem von Nanopartikeln noch von Gelöststoffen entspricht. Durch Nanoformulierungen kann das Umweltverhalten von aktiven Inhaltstoffen vielgestaltig beeinflusst werden. Um mögliche Szenarien zu erfassen, können Nanopartikel, speziell Nanopestizide, als Nanocarrier konzeptualisiert werden. Dabei werden sie mit einem Wirkstoff beladen, der über die Zeit langsam freigesetzt wird. Verhalten und Verbleib des freigesetzten Wirkstoffes können in weiterer Folge mit lösungsbasierten Modellen gut beschrieben werden. Der Verbleib des Nanocarriers sollte dem von technischen Nanopartikeln entsprechen. Dazu stehen umfangreiche Daten aus dem letzten Jahrzehnt zur Verfügung.

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