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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-06-01 - 2021-05-31

Biologische Bodenhilfsstoffe basierend auf nützlichen Mikroorganismen (MO) sind eine nachhaltige Alternative zu den etablierten Düngungsmaßnahmen. Die Vorteile sind vielfältig und konnten mit dem kommerziellen Produkt Nourivit Plus erfolgreich gezeigt werden. Nourivit Plus führt zu einer höheren Aktivität der Boden-MO, schnellerem Abbau der Ernterück-stände und verbessertem Wachstum der Pflanzen. Dieses Funktionsprinzip stellt die Basis für die Entwicklung einer neuen Mischung nützlicher MO dar, mit dem Ziel die Pilzfamilie Fusarium zu unterdrücken. Die Ährenfusariose beim Getreide (Fusarium head blight, FHB) und die Kolbenfäule (Fusarium ear rot, FER) beim Mais zählen zu den größten Problemen in der Landwirtschaft. FHB und FER verursachen Qualitätsverluste durch Kontamination des Ernteguts mit Mykotoxinen, die die Gesundheit von Tier und Mensch gefährden. Weltweit wurden Grenzwerte für diese Mykotoxine festgelegt. Fusarien verursachen weltweit direkte Verluste in der Höhe von mehreren 100 Millionen € jährlich. Indirekte Kosten z.B. durch Mykotoxin Monitoring Programme und Reduktion der Haustierleistung werden noch höher geschätzt. Es gibt keine effiziente Möglichkeit FHB/FER zu verhindern. Ein intregativer Ansatz aus Feldhygiene, Fruchtfolge, Einsatz von Fungiziden und Sortenwahl wird empfohlen, aber ein innovativer Ansatz ist dringend erforderlich. Fusarien können nur in intakten infizierten Pflanzenrückständen durch Bildung von Sporen überleben. Die neuen Sporen führen zu einer Infektion der Pflanze in der nächsten Vegetationsperiode. Die Entwicklung von präventiven MO-basierter Boden- und Pflanzenhilfsstoffen, die die Produktion der Sporen an Pflanzenrückständen vermindern und die Resistenz der Pflanze gegen eine Fusarieninfektion erhöhen, stellt einen vielsprechenden Ansatz in der Kontrolle von Fusarium dar. Durch die Reduktion des Inokulums wird der Infektionsdruck und Toxinkontamination des Ernteguts vermindert. Das Projekt verfolgt Selektionskriterien zur Optimierung der MO-Mischung: 1) MO, die spezialisiert sind auf den Abbau von Pflanzenrückständen und somit den Fusarium-Infektionszyklus unterbrechen. 2) MO mit antagonistischer Wirkung gegen Fusarium, die somit das Wachstum und Sporenbildung des Pilzes inhibieren. 3) MO, die eine systemische Resistenz in der Pflanze induzieren. 4) Additive Wirkung von multivalenten Kationen (Ca2+, Mg2+, Si3+) durch die Stärkung der Pflanzenzellwand und Inhibierung der Mykotoxinbildung. 5) Auf Basis der Punkte 1-4 wird eine optimierte Formulierung der MO entwickelt. Die Selektion wird über Versuche im Labor, Glashaus und Feldversuchen unter realen Bedingungen durchgeführt. Das innovative Produkt wird eine Formulierung aus mehreren MO inklusive anorganischen Kationen, das seine komplementäre Wirkung zur Unterdrückung von Fusarien eingesetzt wird. Das Produkt wird durch ein neu gegründetes Unternehmen vermarktet. Das Produkt wird einen Beitrag zur Verbesserung des Gesundheitswesen leisten, indem das Risiko des Einsatzes von mykotoxinverseuchten Getreide vermindert wird.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-03-01 - 2020-02-29

Das Ziel dieses Projekts ist es, den Einfluss des Klimawandels auf die Nährstoffzusammensetzung im Gras, als bedeutende Futterkomponente in tierischen Produktionssystemen, zu beurteilen. Das Knaulgras (Dactylis glomerata L.) dient als Beispiel dafür, inwieweit der Klimawandel alpenländisches Dauergrünland beeinflussen könnte. Hierfür wird eine Untersuchung mit Knaulgras durchgeführt, bei dem dieses wichtige Futtergras unterschiedlichen, künstlich erzeugten Klimabedingungen ausgesetzt wird. Die Untersuchung findet in drei aufeinanderfolgenden Jahren an einem Freilandexperiment statt, welches an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein entwickelt und designt wurde, um zukünftige Klimaszenarien im Dauergrünland zu simulieren.

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