Forschung


Neueste SCI Publikationen

Neueste Projekte

Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2015-04-01 - 2018-09-30

Der adäquate Einsatz von Faserquellen in der Schweinefütterung ist in der Literatur ein noch immer hoch aktuell diskutierter Bereich, der von Wirkungen auf die zootechnischen Leistungen, verbesserter Gesundheit des Gastrointestinaltraktes, bis hin zu vermehrtem Sättigungsgefühl und gesteigertem Tierwohl führt. Insbesondere bei Ferkeln ist das Thema „Faser“ von hoher wissenschaftlicher Bedeutung. Faser ist der Bestanteil an Kohlenhydraten eines Futtermittels welcher nicht von den Verdauungsenzymen unserer Nutztiere hydrolysierbar ist und daher anteilig am längsten im Chymus verbleibt. Dabei übt sie mittels ihrer chemisch-physikalischen Eigenschaften eine Wechselwirkung mit anderen Nährstoffen aus und kann somit dessen Absorptionsrate beeinflussen. Auch wenn in vitro Methoden zur Schätzung der Verdaulichkeit von Nährstoffen in der Ferkelfütterung Einblicke in den Nährwert des Futters geben und Wechselwirkungen mit Verdauungsvorgängen im Gastrointestinaltrakt ahnen lassen, ist der Einfluss spezifischer chemisch-physikalischer Eigenschaften von löslichen und unlöslichen Nahrungsfasern in der Literatur wenig beschrieben. Um diese genau zu charakterisieren sollen die chemisch-physikalischen Eigenschaften mittels lineare Pufferkapazität, Wasserbindungskapazität und Kationen-Austausch-Kapazität verschiedener in der Ferkelfütterung relevanter faserreicher Futtermittel an Hand von in vitro Vorversuchen quantifiziert werden. Aus diesem Screening gewählte spezielle Faserquellen werden anschließend in einem von der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) getragenen Projekt in vivo mit Ferkeln evaluiert. Hierbei werden die genauen Zusammenhänge zwischen chemisch-physikalischen Eigenschaften und Verdauung der Hauptnährstoffe abgeleitet. Letztlich soll in Folge dieser Forschungsarbeit eine Zuordnung bezüglich eines effizienten Einsatzes der Faserquellen einer Ferkelration im Hinblick auf Wechselwirkungen zwischen chemisch-physikalischen Eigenschaften und Hauptnährstoffen ermöglicht werden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2015-01-01 - 2015-09-30

Dieser Antrag verfolgt den Zweck das laufende Projekt: “Development and characterization of multi-functional bio-based composites” weiterführen und erfolgreich im Rahmen einer Dissertationsarbeit abzuschließen. Die angepeilte Projektlaufzeit beträgt 01/01/2015 bis 30/09/2015. Hauptmotivation ist deshalb die abschließende finanzielle Unterstützung von Frau Dipl.Ing. Pauline Rivière für Ihr Doktoratsstudium. Das Doktoratsstudium wurde im Oktober 2012 im Rahmen des EFRE-Projektes BIOFUNK begonnen. Da die Regeldauer für Dissertationen etwa drei Jahre beträgt, ist ein Abschluss der Dissertation im Jahre 2015 planbar und realistisch.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-05-01 - 2020-04-30

In modernen Konzepten der Kreislaufwirtschaft werden höherwertige Produkte durch moderne, hochspezifische und effizienten Technologien generiert. Enzyme als leistungsfähige Biokatalysatoren finden schon jetzt in vielen Prozessen der Bioraffinerie Anwendung. Enzym-basierte umweltfreundliche Methoden wurden schon vor mehr als 20 Jahren für unterschiedliche Prozesse der Papier – und Zellstoffindustrie wie Deinking, Bleiche oder Refining entwickelt, - deren breite Implementierung scheitert aber nach wie vor an hohen Kosten für Enzyme. Auf der anderen Seite werden wertvolle Inhaltstoffe in Abfallströmen wie aus dem Deinking von Altpapier nur minderwertig genutzt. In gleicher Weise werden Stickstoff-reiche Abfallströme aus der fleischverarbeitenden Industrie aus unterschiedlichsten Gründen oft nur zur Energiegewinnung genutzt. Basierend auf diesen Tatsachen, fokussiert das Projekt InduZyme auf die Produktion von wertvollen Enzymen direkt in jenen Unternehmen, die diese Enzyme auch zu niedrigeren Kosten benötigen. Genau das soll durch Verwendung von Komponenten aus Abfallströmen als Substrate zur Enzymproduktion realisiert werden. Dabei wird Zucker, eine hochwertige Kohlenstoffquelle für Fermentationen, durch enzymatische Hydrolyse aus den Deinking-Abfällen, die Stickstoffquelle sowie für das mikrobielle Wachstum essentiellen Nährstoffe aus Restströmen der fleischverarbeitenden Industrie gewonnen. Somit können nach Optimierung und Up-scaling des InduZyme Konzeptes nicht nur höherwertige Produkte aus Abfällströmen erzeugt werden sondern auch durch deren Einsatz in etablierten Prozesses direkt im Haus Kosten gespart werden. Im Detail werden im Projekt Zelluloseanteile in Deinking-Schlamm enzymatisch verzuckert und dienen der Enzymfermentation als Kohlenstoffquelle. Hingegen werden Inhaltsstoffe von Abfallströmen der Fleisch-verarbeitenden Industrie nicht nur als Stickstoffquelle sondern auch als Lieferant von essentiellen mikrobiellen Wachstumsstoffen herangezogen. Daraus werden Enzyme wie Zellulasen, Hemizellulasen, Lipasen oder Proteasen erzeugt die von denselben Industriepartner für Prozesse wie z.B. Deinking von Altpapier oder zur Umesterung zur Produktion von Biodiesel benötigt werden. Das InduZyme Konzept ist somit auch insofern neu und wirtschaftlich attraktiv indem im Gegensatz zu anderen Bioraffinerie-Konzepten bereits ein Markt und Bedarf für die erzeugten höherwertigen Produkte im Hause besteht und nicht erst erschlossen werden muss.

Betreute Hochschulschriften