Mykotoxinforschung


Arbeitsgruppe für Mykotoxinforschung

Beschreibung der Forschungsaktivitäten

Neben den Aufgaben, unseren Kooperationspartnern einwandfreie analytische Daten bereitzustellen, resistente Getreidesorten zu züchten oder Entgiftungsstrategien für mykotoxinbelastete Nahrung zu entwickeln, sind unsere hauptsächlichen Forschungsziele:

  • Die Entwicklung neuartiger, hochempfindlicher, akkurater und validierter analytischer Methoden basierend auf Flüssigkeitschromatographie- und Gaschromatographie-Massenspektrometrie (LC-MS und GC-MS). Dies trifft in erster Linie auf Multi-Toxin-Bestimmungen zu, die ein vollständiges Bild über das Mykotoxin-Spektrum in unterschiedlichen Nahrungsmitteln und landwirtschaftlichen Gütern liefern. Die Entwicklung einer online Plattform MyToolBox (eine Kooperation von 23 Partnern aus 11 Ländern; www.mytoolbox.eu), welche die effektivsten Maßnahmen zur Verhinderung und Reduktion von Mykotoxinen entlang der Lebens- und Futtermittelproduktion, vom Feld bis zum Teller, für die ausgewählte Zielgruppe vorschlägt.
  • Die Etablierung einer umfassenden und standardisierten Metabolomics-Plattform zur Studie der Interaktion zwischen Fusarium und Pflanzen, insbesondere Weizen um die Rolle der Mykotoxine zu ergründen (in Kooperation mit der Arbeitsgruppe Metabolomics und Bioaktive Substanzen am Analytikzentrum und dem Sonderforschungsbereich SFB Fusarium).
  • Die Stärkung der Kooperation und die Entwicklung einer neuartigen Plattform zur umfassenden Beurteilung von Lebens- und Futtermittelsicherheit, gemeinsam mit der Queen´s University Belfast und der Universität für Chemie und Technologie Prag, innerhalb des EU-Projekts MultiCoop (www.multicoop.eu).
  • Die Entwicklung Antikörper-basierter lateral flow devices (LFD) zur schnellen Bestimmung von Mykotoxinen in Getreide und Nahrung (in Kooperation mit dem Christian Doppler Labor für die Analytik allergener Lebensmittelkontaminanten am Analytikzentrum).
  • Die Entwicklung neuartiger quantitativer Echtzeit-Polymerase-Kettenreaktion-Screening-Methoden (qPCR) zur Identifizierung und Quantifizierung von DNA von mykotoxinbildenden Pilzen, welche eine frühe Klassifizierung von potentiell kontaminierten Proben erlauben (in Kooperation mit der Arbeitsgruppe Molekulare Diagnostik der TU Wien).
  • Die Erforschung des Metabolismus von Mykotoxinen durch Pflanzen, Mikroben und Tieren, die Beobachtung des Verhaltens von maskierten und gebundenen Mykotoxinen in vivo sowie die Studie der mikrobiellen Interaktion von freien und gebundenen Toxinen in Hinsicht auf mögliche Entgitungsmechanismen (Christian Doppler Labor für Mykotoxin-Metabolismus).

Die hochmodernen Geräte und die qualifizierten Mitarbeiter wurden durch eine Reihe von Großprojekten wie das Christian Doppler Labor für Mykotoxinforschung (2002-2009, Leiter: Rudolf Krska), das neu geschaffene Christian Doppler Labor für Mykotoxin-Metabolismus (Leiter: Franz Berthiller) und den Spezialforschungsbereich Fusarium sowie durch andere regionale (Technopol), nationale und europäische Projekte wie MyToolBox ermöglicht.