CDL Mykotoxin-Metabolismus


Christian Doppler Labor für Mykotoxin-Metabolismus

Information

2011 nahm das Christian Doppler Labor für Mykotoxin-Metabolismus am Analytikzentrum des IFA-Tulln seinen Betrieb auf. Industrielle Partner des CD-Labors sind Biomin und Nestlé.

Das Biomin Research Center ist am Technologiezentrum Tulln angesiedelt und damit in unmittelbarerer Nähe zum IFA. Hauptinteresse von Biomin innerhalb des Projektes ist die Entwicklung und Zulassung innovativer Futtermittelzusatzstoffe, die in der Lage sind Mykotoxine zu entgiften.

Nestlé ist durch die R&D-Tochter Nestec mit Sitz in Lausanne, Schweiz im CD-Labor vertreten. Das Ziel von Nestlé ist es die Sicherheit einer Vielzahl an Getreide basierenden Produkten – über den gesetzlichen Rahmen hinaus – sicherzustellen und neue Erkentnisse in der Verstoffwechslung von Mykotoxinen zu erlangen.

Schwerpunkte

Trotz enormer Forschungsinvestitionen im Gebiet der Mykotoxine (giftige, sekundäre Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen), bleibt die Prävention und Kontrolle schwierig und die Nahrungsmittelindustrie weiterhin anfällig gegenüber Kontaminationen. Jahrelange Forschung hat zu einem gewissen Verständnis des pilzlichen Stoffwechsels geführt, aber auch die Komplexität der Pilz-Pflanze-Interaktion aufgedeckt. Ebenso wird bei der Überwachung von Lebens- und Futtermittel nur ein Teil der gesamten Mykotoxine wieder gefunden, und ein erheblicher Teil der "gebundenen“ oder „maskierten“ Mykotoxine bleibt unentdeckt. Das toxikologische Schicksal dieser Substanzen ist weitgehend unbekannt.

Angesichts dieser Wissenslücken untersuchen wir im CD-Labor den Stoffwechsel von Mykotoxinen in Pflanzen, Mikroorganismen und Tieren mittels moderner massenspektrometrischen Methoden. Hierbei liegt das Hauptaugenmerk auf den Fusarium-Toxinen Deoxynivalenol, Zearalenon und Fumonisin B1, da diese Verbindungen erhebliche Kontaminationen des europäischen Getreide bewirken können.