Forschungsaktivitäten


Forschung am Analytikzentrum

Die Ziele und Aktivitäten des Analytikzentrums (AZ) mit seinen 40 Mitarbeitern sind sehr vielfältig: Sie reichen von der Entwicklung und Validierung moderner Analysenverfahren für Umwelt- Lebensmittel- und Futtermitteluntersuchungen mit schnellen immunologischen Testsystemen und massenspektrometrischen Methoden (GC-MS und LC-MS/MS) bis zur Etablierung einer  Metabolomics-Plattform zur Erforschung der Interaktionen zwischen Pflanzen und Pilzen. Die Herstellung und Zertifizierung von Referenzmaterialien sowie die Organisation und Durchführung von Ringversuchen und regelmäßigen Laborvergleichsversuchen sind weitere wichtige Expertisen des Instituts. Mehrere am Analytikzentrum durchgeführte Forschungsarbeiten wurden mit hochangesehenen nationalen und internationalen Auszeichnungen prämiert. Unsere wissenschaftlichen Publikationen wurden bereits mehr als 2000-mal zitiert.

Neben der Aufgabe, unseren Partnern aus Industrie und Forschung präzise qualitätsgesicherte Analysenergebnisse zu liefern, gibt es am AZ folgende Forschungsschwerpunkte:

 

  • Entwicklung von neuen, empfindlichen, genauen und validierten flüssigkeitschromatografisch-massenspektrometrischen (LC-MS) Methoden, insbesondere für die Simultanbestimmung von einer Vielzahl von Pilzmetaboliten und zur Identifizierung von Biomarkern zur besseren Bewertung der Belastung von Mensch und Tier mit Mykotoxinen (Arbeitsgruppe für Mykotoxinforschung).
  • Etablierung einer umfassenden standardisierten Metabolomics-Plattform zur Erforschung der Interaktionen zwischen Pflanzen und Pilzen und zur Aufklärung der Rolle von sekundären Pilz- und Pflanzenmetaboliten (Arbeitsgruppe Metabolomics und Biologische Wirkstoffe, Sonderforschungsbereich SFB Fusarium).
  • Entwicklung und Anwendung von LC-MS-basierten Methoden zur Bestimmung der Innenraumbelastung mit sekundären Stoffwechselprodukten von Pilzen und Bakterien zur Abschätzung der damit einhergehenden Gesundheitsgefärdung (Arbeitsgruppe für Mykotoxinforschung, EU Projekt HITEA).
  • Erforschung der Stoffwechselvorgänge von Mykotoxinen in Pflanzen, Mikroorganismen und Tieren mit dem Schwerpunkt Fusarium - Mykotoxine und Aufklärung des Verhaltens von maskierten (gebundenen) Mykotoxinen in vivo (CD-Labor Mykotoxin-Metabolismus)
  • Entwicklung von neuen quantitativen real-time-Polymerase-Kettenreaktion-basierten Screening-Methoden zur Identifizierung und Quantifizierung der DNA von Mykotoxin-produzierenden Pilzen, wodurch eine rasche Früherkennung von potentiell belasteteten Produkten ermöglicht wird (in Kooperation mit der Technischen Universität Wien, Arbeitsgruppe Molekulare Diagnostik)
  • Entwicklung von neuen massenspektrometrischen Methoden und Schnelltests basierend auf immunoanalytischen Methoden für die Identifizierung und Quantifizierung allergener Proteine in Getreideprodukten und Lebensmitteln (Arbeitsgruppe Immunoanalytik und Lebensmittelallergene).
  • Entwicklung und Durchführung von regelmäßigen Ringversuchen zur Wasseranalytik, welche freiwillig von in- und ausländischen Analysenlabors genutzt werden können, um die eigene Leistungsfähigkeit bei der Bestimmung von zahlreichen chemischen Parametern nachzuweisen (Wasseranalytik und QS-Systeme)

 

Unsere Forschungsarbeiten bewegen sich damit hauptsächlich im BOKU-Kompetenzfeld "Lebensmittel, Ernährung, Gesundheit", sind aber ebenfalls relevant für die Kompetenzfelder "Wasser – Atmosphäre – Umwelt" sowie "Nachwachsende Rohstoffe und ressourcenorientierte Technologien".